00:00:05: Heute bei mir zu Besuch, die liebe Nathalie Meyer.
00:00:06: Schön, dass du da bist.
00:00:08: Danke, Diana.
00:00:09: Nathalie, wir reden heute über seelische Gesundheit oder wie man heutzutage sagt, mental health.
00:00:14: Erzähl doch mal kurz, was hast du damit zu tun?
00:00:17: Warum habe ich dich heute eingeladen?
00:00:19: Also,
00:00:20: ich bin Life and Business Code, ich bin Yoga-Lehrerin und ich bin Soundhealing-Therapeutin.
00:00:26: Im Prinzip das Paket mit ... Etwas Gutes tun für den Körper, für die Seele und für den Geist.
00:00:32: So habe ich eben diesen Bezug zu diesem Thema.
00:00:36: Starten wir doch mal von vorne so.
00:00:38: Also woran merke ich eigentlich, dass es mir seelisch nicht gut geht.
00:00:42: Also wer körperlich, der Körper hat so seine Signale, der Fuß tut mal weh, aber seelisch ist da noch mal was anderes.
00:00:48: Richtig.
00:00:49: Da muss ich sagen, seelisch ist ein großer Begriff.
00:00:52: Also im Prinzip, die seelische Gesundheit betrifft komplett unsere Individuen, also die ganze Psyche, die Gedanken, die Emotionen, aber auch den Körper an sich.
00:01:04: Schon allein, wenn der Körper spricht mit Schmerz, kann das eben sein, dass es der Seele nicht gut geht.
00:01:10: Was wären so kleine Anzeichen, woran man dann merkt, dass es der Seele nicht gut geht?
00:01:14: Oftmals
00:01:15: Gedankengänge, negative Gedankenspiralen sind Anzeichen, auch irgendwie dieser Zugang, wenn man den Zugang zu sich selber verliert, wobei es schwierig ist, da auch reinzufinden oder das auch zu erkennen.
00:01:29: Da braucht es einfach Zeit und Achtsamkeit.
00:01:31: Und wenn ich jetzt quasi erkenne, okay, mir geht es gerade irgendwie nicht gut.
00:01:36: Was sind so meistens die ersten Schritte oder auch vielleicht so die Gefühle, die damit einhergehen?
00:01:41: Okay, mir geht's nicht gut.
00:01:42: Das ist ja auch erst mal ein Ding, das sich überhaupt einzugestehen.
00:01:45: Richtig.
00:01:45: Das ist, ich glaube, der größte Punkt, wie du sagst, das Eingestehen, so dieses Bewusstsein erstmal, okay?
00:01:52: Was ist da hinzuschauen und das anzunehmen?
00:01:55: Und ja, da... rein zu fühlen und die Gefühle erst mal zuzulassen.
00:02:01: Und ich glaube, da ist es schon das Schwierige, die Gefühle zulassen zu dürfen.
00:02:07: Wir denken manchmal, wir dürfen keine Trauer zu lassen oder wir dürfen keine Wut zu lassen, aber es sind gute Gefühle.
00:02:11: Jedes Gefühl transportiert uns etwas.
00:02:14: Was
00:02:14: denkst du?
00:02:15: Wie können wir uns den Zugang erleichtern zu diesen Gefühlen oder zu diesem, wie kann man es zulassen?
00:02:20: Was hilft da vielleicht so ein bisschen?
00:02:22: Ich würde mal sagen, der erste Schritt ist über das Körpergefühl.
00:02:27: Wenn wir Körpergefühl bekommen, also sprich über unseren Körper auch in uns reinfühlen können, dann fällt es uns immer leichter auch Gedanken, Gefühle darüber bewusst zu werden und auch Fühlen zu können in Gefühle reinzugehen.
00:02:42: Also sprich, der erste Punkt über das Körpergefühl.
00:02:45: Ganz einfache Übung.
00:02:47: Ich stehe auf dem Boden und fühle mal meine Füße auf dem Boden.
00:02:50: Richtig simpel, aber Wir machen es so gut wie nie und es ist schon eine gute Übung in die Achtsamkeit zu kommen.
00:02:57: Was wäre der nächste Schritt?
00:02:59: Der nächste Schritt in welche Richtung?
00:03:00: Der nächste Schritt, wenn ich erkenne, dass es mir nicht gut geht.
00:03:03: Wenn man jetzt die Signale hat, okay Stress, mein Herz tut ein bisschen weh oder ich weiß gar nicht, wo mir der Kopf steht.
00:03:10: Wenn ich solche Signale bemerke, Reicht es dann mir etwas Gutes zu tun, mir mal im Bad zu nehmen, mir Me Time zu gönnen?
00:03:18: Oder muss man da schon mehr dafür tun, dass es einem besser geht?
00:03:20: Im
00:03:21: Prinzip ist es schon mal ein guter Ansatz, Me Time, Bad nehmen, aber es ist ein Prozess.
00:03:26: Also es braucht Zeit, es braucht Geduld.
00:03:28: Mit ein, zwei Mal so ein bisschen Zeit für sich nehmen ist leider nicht getan.
00:03:33: Auch mit, okay, ich gehe jetzt mal in den Urlaub, es tut zwar der Seele gut, aber es braucht mehr Zeit, es braucht mehr Verbindung zu sich.
00:03:41: und die Verbindung zu... Zu sich können wir erst aufbauen, wenn wir da wirklich regelmäßig Zeit reingehen und das Ganze auch nachhaltig anschauen.
00:03:48: Wie machen wir denn das?
00:03:50: Routinen sind ein guter Punkt.
00:03:52: Sprich, wenn wir uns kleine Oasen setzen, vielleicht am Tag, es muss gar nicht groß sein, kleine Schritte, vor allem so klein, dass wir sie nicht überspringen können.
00:04:02: Zum Beispiel sich
00:04:04: morgens
00:04:04: beim Aufstehen zu fragen, okay, wie fühle ich mich heute?
00:04:07: Ganz simpel und wirklich schneller ledig.
00:04:09: Das kann man in einer Minute machen und dann da auch die Akzeptanz zu haben, okay, mir geht es halt nicht so gut.
00:04:15: Ja gut, dann bin ich halt heute vielleicht einfach mal mit achtzig Prozent unterwegs und ein bisschen langsamer.
00:04:20: Und dann auch ins Körpergefühl kommen, wie schon gerade gesagt, einfach Übungen, auch Atemübungen beispielsweise.
00:04:27: Oder sich mal im Büro kurz die Zeit zu nehmen und den Nacken zu jenen.
00:04:32: Schafft schon eine kurze Pause, man kann innehalten und kurz in sich reinspüren.
00:04:36: Also einfach auch Verständnis für sich zu haben.
00:04:39: Und wie stehst du da?
00:04:40: so zum Thema Journaling, dass man seine Gefühle aufschreibt?
00:04:44: Ist das auch was, was hilft?
00:04:45: Absolut, absolut.
00:04:47: Journaling ist auch so was einfaches, aber so ein großes Tool.
00:04:51: Sprich, wie du schon angesprochen hast, die Gefühle aufschreiben.
00:04:54: Das heißt, man denkt sich, ja, ist ja alles klar.
00:04:57: Aber wenn man es dann aufschreibt, dann merkt man, irgendwie fällt es mir doch schwer, es auf ein Blatt Papier zu bringen.
00:05:02: Und andererseits, wenn man es dann mal runterschreibt, auch Gedanken, die irgendwie schon die ganze Zeit im Kopf kreisen, kann... helfen, dass sie dann auch im Kopf raus sind und dass man da irgendwie auch eine Last abgibt aus Papier sozusagen.
00:05:14: Achtsamkeit, Bewusstsein schaffen, vielleicht auch seine Gefühle aufschreiben, so die kleinen Pausen im Alltag.
00:05:18: Es sind alles Dinge, die so ein bisschen helfen.
00:05:22: Wann würdest du sagen, ab welchem Zeitpunkt sollte man sich Hilfe suchen?
00:05:26: Also wirklich professionelle Hilfe.
00:05:28: Ich denke, den Punkt zu fühlen ist auch schwierig.
00:05:33: Aber Ansätze dafür können sein, Antriebslosigkeit, wenn man keine Motivation mehr hat, wenn man sich auch gerne abschneidet, vom sozialen, also vom sozialen Umfeld, wie gesagt, diese Antriebslosigkeit, sich am liebsten einzusperren, nicht mehr rauszugehen.
00:05:51: Und ja, ich denke, das sind Ansätze, dass man auch Hilfe holen darf.
00:05:56: Und genau das ist auch ein wichtiger Punkt.
00:05:58: Das ist nach wie vor... In gewisser Weise ein Tabuthema, was ich schade finde, weil ich meine, wenn uns der Fuß wehtut oder wenn wir einen Bein gebrochen haben, gehen wir ja auch zum Arzt und keiner sagt, oh, du bist aber komisch.
00:06:10: Aber wenn die Seele wehtut, da dürfen wir genauso Hilfe holen.
00:06:14: Warum denkst du, denn ist es ein Tabuthema, die seelische Gesundheit?
00:06:17: Das ist ein guter Punkt.
00:06:19: Ich denke, dafür spielt ganz viel Charme mit rein.
00:06:22: Charme, dass es einem nicht gut geht, was man aber nicht sehen kann.
00:06:26: Du hast
00:06:26: ja ... viel würde ich jetzt behaupten, mit Menschen zu tun, denen es vielleicht nicht so gut geht, oder die zumindest was an ihrem Alltag, an ihrem Leben verändern möchten.
00:06:34: Wie nimmst du denn allgemein zu dem psychischen Zustand der Menschen?
00:06:37: Also mit welchen Ängsten oder Emotionen kommen die auch zu dir?
00:06:41: Oftmals, also ich als Coach habe keine Krankheitsbilder, sag ich mal, nicht in Richtung Depression oder Burnout, sondern im Coaching ist es so, dass man davor schaut, also dieses Präventive.
00:06:55: Und da mag ich dass die Verbindung zu sich selber fehlt.
00:06:59: Also man ist irgendwie so abgeschnitten und hat den Zugang zu sich nicht.
00:07:05: Wie hilfst du den Menschen, den Zugang wieder zu sich zu finden?
00:07:08: Im Prinzip eben über dieses gesamtheitliche Konzept mit Yoga, also durch diese Bewegung, was es unter anderem mitbringt, das Yoga, aber Yoga.
00:07:17: gibt noch so viel mehr auch das mentale mit, einfach in sich rein zu fühlen und in sich rein zu spüren.
00:07:24: und auch das Soundhealing ist eine Art Meditation und geht auch in diese Richtung, sich einfach mal die Pause zu gönnen, runter zu fahren und vor allem auch gewisserweise Stille auszuhalten.
00:07:36: Es ist sowas Schönes und Wir sind es nicht gewohnt, Stille auszuhalten, deswegen kann es sehr befremdlich sein.
00:07:43: Und auch das Coaching eben in der Hinsicht, sich schon mal Mietheim zu gönnen, mit dem Coaching und dann... über gewisse Fragen, über diese Reflexion, immer wieder an Themen anzustoßen und drüber nachzudenken, ja ja, stimmt, wie ist das dann bei mir?
00:08:01: Welche Rolle würdest du sagen, spielt in der Alltag oder der Job, was die selische Gesundheit angeht?
00:08:06: Die
00:08:06: zentrale Rolle.
00:08:08: Also der Job ist für uns ein Wichtiges und wir definieren uns oftmals über ein Job, was gar nichts Schlimmes ist.
00:08:14: Er gibt uns einen gewissen Selbstwert.
00:08:16: Kommt daher, dass wir schon auch in so einer Leistungsgesellschaft leben.
00:08:21: was dann wiederum eben zu diesem Stress führt.
00:08:24: Also es kann überkippen und dann kommen wir eben in so ein Strudel, wir müssen leisten, wir müssen alles geben, wir müssen erfolgreich sein und feiern auch nicht mal unsere Erfolge.
00:08:34: Dann eben auch in gewisser Weise der Alltag, klar, da spielt der Job mit rein und dann auch mit Familie, Freunde, Hobbys, dass man alles unter einen Hut kriegen möchte und muss und denkt, man muss alles leisten und dann muss allen Erwartungen gerecht werden von außen und vor allem von innen.
00:08:50: Von dem her ist es so die zentrale Rolle, klar, dieser Alltag.
00:08:53: Gibt es da was, was du den Menschen gerne mitgeben würdest in Bezug auf Alltag und Leben und mentale Gesundheit?
00:08:59: Immer mal wieder kurz Pause machen, freien drei ganz bewusste Atemzüge oder auch mal kurz... in die Sonne stellen, sich von den Sonnenstrahlen anlächeln lassen und somit kurz innehalten.
00:09:13: Wie gesagt, auch kleine Rituale wie morgens schon beim Aufstehen, zwischendurchmal und sicher auch immer wieder feiern generell.
00:09:22: eben, dass man diese seelische Gesundheit ernst nehmen darf.
00:09:26: Also, es kommt ja erst oftmals so, dass man sich darum kümmert, wenn es schon zu spät ist, dass man da wirklich auch tatsächlich präventiv was machen darf.
00:09:34: Ich meine, wir gucken ja auch nach unserer körperlichen Gesundheit, schauen, dass wir uns gut ernähren, machen Sport und so weiter und so fort.
00:09:40: Man sollte viel trinken.
00:09:42: Also, es sind Themen und da ... auch wirklich nach der sdlischen gesundheit zu schauen und da wirklich präventiv eben sich diese pausen können und sich präventiv auch mal wenn man yoga gerne macht zum beispiel yoga machen oder auch andere themen.
00:09:55: das gibt so viele arten von von in richtung meditation zum beispiel auch malen oder basteln oder sonstiges.
00:10:02: also es gibt viele themen wie man sich immer wieder verbinden kann mit sich selber.
00:10:07: Und ich glaube, das ist schon das Wichtige, dass man da nach sich schaut in Richtung, okay, wie geht es mir denn zielisch gut?
00:10:14: Was kann ich denn tun, bevor es zu spät ist?
00:10:16: Was auch noch helfen kann, ist, dass man über seine Gefühle spricht.
00:10:21: Also wenn man sich auch eine vertraute Person sucht, es können Freunde sein, es kann irgendeine Bezugsperson in der Familie sein, es kann zum Beispiel auch in der Schule ein Vertrauenslehrer sein oder auch bei der Arbeit gibt es ja auch oft Vertrauenspersonen.
00:10:37: Oder dann eben in die Richtung Coaching.
00:10:40: Siehen Coach zu suchen.
00:10:41: Also
00:10:41: einfach wirklich in sich hinein hören und einem das zu gönnen, was man gerade braucht.
00:10:48: Vielleicht wichtig.
00:10:48: Und ernst nehmen, wie du gesagt hast und vielleicht auch nicht sich verschließen vor den Gefühlen und denken, oh, oh, mir geht's grad nicht gut.
00:10:57: Vielen Dank, Natalie.
00:10:58: Hat mich sehr gefreut, dass du da warst.
00:11:00: Gerne, danke dir, Jana.