00:00:02: Die geplante Vollsperrung der B-Dreißig bei Hochdorf im Kreis Biberach wegen des Neubaus zwei Brücken sorgt weiter für Ärger.
00:00:09: Nur eine minimale Bauzeitverkürzung wurde nach massiven Protest aus Bürgerschaft und Politik erreicht.
00:00:15: Baubeginn der beiden maroden Brücken ist frühestens im.
00:00:18: Jahr- und Jahr- und Jahrzehntausende Fahrzeuge.
00:00:21: Pro Tag werden dann durch kleine Dörfer rollen, Schulwege und Betriebe massiv belasten.
00:00:26: Bei einem neuen Treffen im Regierungspräsidium Tübingen wurde über eine mögliche Verkürzung der Bauzeit diskutiert, erfolglos.
00:00:33: Besonders kritisch, der volkswirtschaftliche Schaden für Betriebe, Pendler und Logistik scheint das Verkehrsministerium nicht zu interessieren.
00:00:41: Die IHK Ulm hat einen Schaden von über fünfzehn Millionen Euro errechnet und in einem offiziellen Statement eine alternative Bauweise für die geplanten Brückenersatzneubauten gefordert.
00:00:52: Reaktion?
00:00:53: Keine.
00:00:54: Über Chaos, Protest und Hoffnung spricht Donutreifen-Programm-Chef Marco Worms mit Thomas Dobler vom CDU-Ortsverband Hochdorf.
00:01:01: Es ist ein wunderschöner sonniger Samstag und ich sitze hier gerade bei Thomas Dobler.
00:01:07: Vorsitzender der CDU hier in der Gemeinde Hochdorf.
00:01:10: Thomas, ihr hattet diese Woche nochmal die Gelegenheit, mit einem regierungspräsidenten Tapesa zu sprechen.
00:01:17: Der Tapesa hat uns eingeladen, er hat uns, wir waren ja in gutem Kontakt, er hat uns jetzt mit dazu genommen, da gab es jetzt einen Gipfel mit sämtliche betroffene Bürgermeister Ingoldinger, Hochdorf natürlich, Eberhard Zell und Ummerdorf, Vertreter vom Landratzamt, der Landrat selber war mit dabei, genau.
00:01:36: Gab es jetzt eigentlich neue Infos?
00:01:39: Magst du, was die neuen Infos mitteilen?
00:01:41: Und ich habe so irgendwie im Gespräch mit dir gerade das Gefühl, so richtig erfreuen du und sie dich nicht.
00:01:46: Ja, wir haben uns auch nicht mehr die ganz große Hoffnung gemacht.
00:01:50: Allerdings hatte mir nach wie vor die Hoffnung oder daraufhin haben wir gezielt, dass es vielleicht doch noch irgendwie Parallelbau oder eine deutliche Verbesserung gibt.
00:01:58: Die haben jetzt leider nicht erfahrt.
00:02:00: Die große Neuerung, die man jetzt eigentlich verkündet hat, ist eine gute Lösung für den Arbeitdorf, dass es im Prinzip direkt vor der Brücke, die Abfahrt gibt, aus Norden, die im Prinzip durch Umleitungsgefähr Richtung Ingoldingen führt und der Verkehr aus Ingoldingen.
00:02:22: dass der direkt auf die Betrese gleitet wird, dass Aberdorf komplett entlastet wird und somit auch an Stauungen Richtung Bernlinie und Schweinhause vermieden wird.
00:02:32: Ist das dann so der, sagen wir mal, mindeste Kleinstkompromiss, mit dem ihr gerechnet habt, mit dem ihr zumindest einigermaßen zufrieden seid?
00:02:41: Ja, wir hoffen eigentlich nach wie vor, dass es einen Prozess gibt, dass es vielleicht noch mehr Verbesserungen gibt.
00:02:47: Also, wir haben nach wie vor nicht voll völlig resigniert.
00:02:51: Dann muss man auch sagen, das Regierungspräsidium hat da jetzt auch eine Lösung gefunden, zum ein Stück weit die große Problematik in Abendorf mal zu entschärfen.
00:03:01: Der Verkehr wird dann aus Norden auch relativ konsequent ein Hochdorfer begleitet, sodass Hochdorf nicht gern so massiv betroffen wird.
00:03:12: Was sind denn jetzt die Lösungen konkret?
00:03:15: Über die B-Treisig fahren ja auch tagtäglich hunderte Schwertransporter, also LKWs und so weiter und so fort.
00:03:20: Die werden jetzt nun nicht mehr durch die Ortsmitte von Hochdorf und Schweinhausen geleitet, habe ich das richtig verstanden?
00:03:26: Ja, also von Norden Richtung Süder soll jetzt konsequent Richtung Ingoldinger abgeleitet worden, dann von Ingoldinger links Richtung und Eserdorf.
00:03:35: In dem Bereich gibt es eine Einwörnstraße, die andere Richtung geht von Winterstädter dann Richtung Ingoldinger.
00:03:43: Das, was regional da passiert, Ingoldingen wird eigentlich da sehr betroffen sein.
00:03:47: Die haben der Moment schon sehr viel Verkehr mit über Zehntausend Fahrzeuge.
00:03:51: Da hat man das Problem ein Stück weit verlagert.
00:03:54: Und Hochdorf, ja, das war ein bisschen ein Erkenntnis, wo man überrascht war, soll jetzt aus Süden Richtung Norden der komplette Verkehr jetzt wieder abkriegen.
00:04:04: Das war in der letzten öffentliche Veranstaltung.
00:04:07: von dem Büro, die die Verkehrsplanung macht, anders kommuniziert.
00:04:11: Aber da hat man vermutlich gemerkt, dass er aber auch nicht aufnahmefähig ist für den Schwerlastverkehr.
00:04:17: So soll das jetzt wieder über Hochdorf abgewittelt werden, wo man eigentlich wieder nicht so glücklich drüber sind.
00:04:23: Warum tut sich denn das Verkehrsministerium so schwer in einer alternativen Lösung, die ihr ja auch nicht gehaltlos vorgelegt habt?
00:04:31: Ihr habt ja tatsächlich euch richtig Gedanken gemacht, vorgelegt.
00:04:35: Warum tun die sich so schwer?
00:04:36: Sind die so weit in ihren Planungen, dass sie sagen, jetzt drehen wir nicht mehr das Rad zurück?
00:04:42: Wir möchten im Moment gar nicht groß mit Schuldzuweisungen arbeiten oder da groß der Schuldige suchen.
00:04:49: Wichtig ist jetzt, dass wir konstruktive Lösungen noch kriegen.
00:04:52: Unter dem Strich muss man schon sagen, man hat es gefühlt, etwas verschlafen, da frühzeitig darauf hinzuarbeiten, dass man die Brücke irgendwann erneuern muss, weil im Prinzip scheitert es vor allem daran, dass alles, was man, wenn man parallel bauen möchte oder irgendwas anderes, halt baulich verändern möchte, die Genehmigungsgefahrer viel zu träge sind, viel zu lange dauern und da hätte man viel weiter sein müssen.
00:05:16: Und das ist Gefühlsregierungspräsidium jetzt überrascht worden.
00:05:21: Also vermutlich... liegt da irgendwo die Ursache schon in Stuttgart im Verkehrsministerium, dass man da einfach nicht draufhingarbeitet hat.
00:05:30: Wurde denn wenigstens irgendwas über die Zeitspanne gesagt, dass man da noch mal versucht, ein bisschen zu straffen?
00:05:36: Also mein letzter Stand war, achtzehn Monate, wollen Sie das maximal für die direkte Sperrung machen?
00:05:43: Da gibt es im Moment jetzt kein neuer Zeitplan.
00:05:46: Das ist der Punkt, wo man nochmal versuchen möchte, irgendwo drauf hinzumburgen.
00:05:50: Also da sind die Gefühle schon unserer Planung relativ innovativ mit Fertigteile und so weiter, dass es schnell gehen soll.
00:05:57: Das ist schon optimierter Zeitplan.
00:06:00: Wir haben doch Hoffnung, dass sich vielleicht durch einen Teil ein Schub oder so weiter, dass wir hier nochmal etwas bewegen können.
00:06:06: Ich denke, da wollen wir versuchen, dann über das neue Verkehrsministerium, egal von welcher Partei geführt es wird, einen neuen Verkehrsminister gäbe, dass man da einfach nochmal vielleicht eine Lösung kriegt, dass man das doch innerhalb von einem Jahr arbeitet.
00:06:22: In China war so ein Brücker gefühlt in zwei Wochen gebaut.
00:06:25: Wir brauchen zwei Jahre.
00:06:27: Ich hoffe, dass man da noch etwas innovativ erwartet.
00:06:31: Dahingehend wollen wir noch mal versuchen, ein bisschen was zu bewegen.
00:06:34: Aber im Moment steht die achtzehn Monate so.
00:06:37: Da wurde nichts anderes verkündet.
00:06:39: Wie ist denn jetzt die Stimmung hier am Ort?
00:06:41: Wie nehmen die das auf?
00:06:43: Ja, das ist jetzt ein Prozess, der jetzt ja schon über Jahre geht.
00:06:47: Irgendwann ist ... hat man mitkriegt, dass es so kommen soll.
00:06:50: Man wurde dann sofort für eine Tatsache gestellt, dass es so kommt.
00:06:54: Es war jetzt nicht ganz neu, aber für mich persönlich war es dann schon, ich hatte immer noch die Illusion.
00:07:01: Ich kriege da noch deutlich Verbesserung, doch auf jeden Fall enttäuschend.
00:07:09: Man kriegt so Schäbchenweise immer mehr die Tatsache, dass es so kommen wird.
00:07:14: Viele haben sich damit abgefunden.
00:07:17: Ja, die Sorge sind nach wie vor groß, weil man weiß, was da mit den zwanzigtausend Fahrzeuge oder Richtung fünf oder zwanzigtausend, was die Beträge sich da wirklich an Chaos in die Region bringen wird.
00:07:28: Also klar, niemand ist glücklich drüber.
00:07:31: Ja, das ist ja nicht nur das Verkehrschaos selber.
00:07:34: Es gibt ja auch eine Studie, die besagt, dass da zwischen fünf, zehn und zwanzig Millionen tatsächlich ein wirtschaftlicher Schaden entstehen kann.
00:07:42: Ist da denn schon mal irgendein Signal gekommen, dass man dann sagt, ja, das versuchen wir auch als Landesregierung da irgendwie zu unterstützen?
00:07:50: Ja, über die Aussage war ich so ein bisschen ehrlich gesagt geschockt, dass das kam vom Verkehrsministerium im Gespräch, dass man sowas eigentlich gar nicht berücksichtigt.
00:08:00: Also da habe ich dann doch relativ wenig Verständnis, dass wenn im Prinzip die Straße den vier Millionen billiger ist.
00:08:08: auf der anderen Seite, dass man das nicht anschaftbetrachtet.
00:08:13: Das kann ich überhaupt nicht verstehen.
00:08:17: Unsere Augen, die haben selber auch noch Berechnungen gemacht, es kommt immer darauf an, wie weiträumig umgleitet wird, wie viel Verlohr geht, das kann man sehr konkret rechnen.
00:08:26: Ist der volkswirtschaftliche Schaden noch deutlich höher?
00:08:29: Da bin ich wirklich sauer, da über die Aussage, dass man sowas im Prinzip der Bevölkerung sagt, das interessiert euch nicht.
00:08:35: Wir schauen da auf unser Budget.
00:08:38: Da habe ich keine Verständnis dafür.
00:08:41: Also die Straßen in Hochdorf und die Verbindungsstraßen zwischen Unteresserdorf, Hochdorf, Schweinhausen und dann wieder auf die B-Treißig, die sind ja eigentlich gar nicht für den Verkehr, der da kommt jetzt ausgelegt.
00:08:53: Da auch noch mal was auf die Gemeinde zukommt, dass dann diese Straße Davor oder danach nochmal komplett saniert werden muss?
00:09:01: Ich denke, das wird sich zeigen.
00:09:04: Eine Million ist ja einkalkuliert, wenn man euch auch kritisiert, dass es einfach zu wenig ist.
00:09:09: Ich denke, die sind nicht dafür ausgelegt, da werden mehr Schäden kommen.
00:09:15: Aber ich denke, das müssen wir jetzt... Da ist mir vorher für den Ente Tatsache gestellt worden.
00:09:21: Jeder weiß, dass das so ist.
00:09:23: Wir können leider auch nicht mehr machen, aber zumindest wurde erkannt, dass Hochdorf nicht aufnahmefähig ist durch die S-Kurve und die Gegebenheit, hundert Prozent von dem Verkehr aufzunehmen, weil von der Strecke her wäre es nahe ich sinnig, wenn man das so anschaut auf der Karte, aber das funktioniert halt nicht mit der Begegnung an der Ortsmitte und so weiter, mit Beinlinien, dass wenigstens die Hälfte über Ingoldinge umgleitet wird.
00:09:46: Und so muss man jetzt halt Stand jetzt... zumindest für eine gewisse Zeit, hoffentlich können wir es noch ein bisschen kurz akzeptieren.
00:09:53: Herr Dobler, Sie sind ja auch Geschäftsführer von der OberlandgmbH hier in Hochdorf.
00:09:57: Es ist ja ein landwirtschaftliches, großes landwirtschaftliches, mittelständisches Unternehmen hier.
00:10:03: Und ihr seid ja nur auch mit euren Fahrzeugen hier immer überall unterwegs.
00:10:07: Das heißt, ihr nutzt ja auch die jetzigen Straßen und so weiter, um zu den Feldern zu kommen und so weiter.
00:10:12: Wenn dann jetzt hier der Verkehr enorm zunimmt, habt ihr denn schon Strategien für euch selber entwickelt.
00:10:19: Schafft ihr euch neue Landwege oder, dass ihr dann eben auch zu euren Feldern und allen kommt, dass ihr den auch eure Arbeit weiter machen könnt.
00:10:27: Ja, da geht es uns so.
00:10:28: Wir sind auch tatsächlich massiv betroffen, wie jedem andere ländwirtschaftliche Betrieb hier in der Gemeinde oder auch Geworbebetrieb.
00:10:35: Das wird uns eigentlich massiv einschränken.
00:10:37: Gerade im Antiverkehr ist das für jeden Landwirt eine mittlere Katastrophe.
00:10:42: Unter dem Strich wird es dann auch die Bevölkerung wieder ein bisschen auffangen müssen.
00:10:46: Weil tagsüber wird es kaum möglich sein, durch Hochdorf zum Fahren.
00:10:50: Man kommt ja gar nicht mehr auf die Straße drauf von beiden Seiten, der genau, wenn man Richtung Ingolfdingen erfährt, ist das auch das nächste Problem, dass man hier auch wieder nicht drauf kommt.
00:11:01: Dann wird man oft, so hat man es auch in der Erfahrung, wir haben die Erfahrung mit den Umleitungen, haben es oft so gemacht, dass man dann halt bei Nacht wieder antut.
00:11:10: weil es halt eigentlich keine andere Möglichkeit gibt.
00:11:12: Aber ich habe da tatsächlich nachher ein gewisses Eigeninteresse, dass man da auf Verbesserung erschaffen wird.
00:11:18: Für uns ist das auch ein Dilemma.
00:11:20: Ja, Herr Dobler, also das sind jetzt nicht die guten Nachrichten, die ich erhofft hatte, heute von Ihnen zu erfahren.
00:11:26: Ich finde es aber trotzdem stark, dass Sie sagen, so ganz aufgeben tun wir noch nicht.
00:11:30: Wir nutzen noch alle Möglichkeiten, die wir haben, irgendwie noch eine Verbesserung herzubeizuführen und dabei unterstützen.
00:11:35: Wir von Dona Drain haben Sie so gut überkönnt mit Berichterstattung.
00:11:40: und hoffen es Beste und halten sie uns einfach auf den Laufenden, wenn es was Neues gibt.
00:11:43: Genau,
00:11:43: ich danke natürlich, dass ihr da das in die Öffentlichkeit tragt und ich möchte auf dem Wege auch noch mal im Prinzip alle unsere Mitsträter danke.
00:11:51: Die Burginitiative ist sehr engagiert und sachlich gut dabei.
00:11:55: Die Gemeinde der Landrat, die Hand des alle erkannt und sind dann eigentlich mit Hochdruck dran, dass man da irgendwie Verbesserung erreicht.
00:12:03: Und jetzt möchte ich vor allem nochmal aufrufen, dass sich alle Bürger beteiligt in der Plattform.
00:12:09: die das Regierungspräsidium erbietet, sachlich Verbesserungsvorschläge bringen.
00:12:13: Kritik hilft jetzt im Moment nicht weiter.
00:12:15: Ich denke, wir stehen da jetzt weiter zusammen und versuchen da im Regierungspräsidium zusammen irgendwie noch Erleichterungen hin zum Kriegen.
00:12:22: Wir bleiben auf jeden Fall dran.
00:12:24: Danke.
00:12:32: Danke
00:12:36: schön.