Schwabenreporter

Bad Waldsee-Krimi: Uraufführung bei Biberacher Filmfestspielen

Bad Waldsee-Krimi: Uraufführung bei Biberacher Filmfestspielen

In Bad Waldsee wurde lange und beherzt an einem Amateur-Filmprojekt gearbeitet: „Kurschatten – Mord im Steinacher Ried“ heißt der fertige Film. Das komplette Kolpingtheater Bad Waldsee steht vor der Kamera, der Filmemacher dahinter ist der 74-jährige Elmar Maronn, auch aus Bad Waldsee.

Und bald naht die Uraufführung – in einem ganz besonderen Rahmen: bei den Biberacher Filmfestspielen am Freitag, den 1. November 2024, um 11 Uhr wird der Film erstmals auf der großen Leinwand gezeigt. Der Film läuft als Amateur-Filmprojekt natürlich außerhalb des Wettbewerbs, aber hey: Großes Kino! Hier gibt's Filmfest-Tickets.

Der Film basiert auf dem Häberle-Roman „Schlusswort“ von Manfred Bomm. Wie es zum dem Projekt kam, wie lange daran gearbeitet wurde - und was auch Lustiges am Set passiert ist - darüber spricht DONAU 3 FM Filmexperte Paolo Percoco mit Filmemacher Elmar Maronn.

Ravensburg wird wieder Filmstadt: 4. Filmtage Oberschwaben kommen!

Am Donnerstag, den 10. Oktober 2024, werden die 4. Filmtage Oberschwaben mit der Komödie „Entführen für Anfänger“ um 19 Uhr im Frauentorkino Ravensburg eröffnet. Die Schauspielerin Hedi Honert wird als Ehrengast anwesend sein. Im Anschluss an die Vorführung findet ein Sektempfang statt, bei dem die diesjährigen Jurymitglieder vorgestellt werden, darunter der Schauspieler Christopher Buchholz, die Schweizer Filmemacher Corinne und Hansmartin Siegrist und der Ravensburger Tatort-Regisseur Jürgen Bretzinger.

Höhepunkte des Festivals
Schauspieler Christian Redl und Walter Sittler werden an den Festivaltagen erwartet.
Regisseur Marcus O. Rosenmüller wird Filmgespräche zu seinem Spielfilm „Münter & Kandinsky“ führen.
Das Team der Apollonia Filmproduktion präsentiert den Film „Das Zittern der Aale“.
Insgesamt werden rund 55 Gäste aus der Film- und Fernsehwelt erwartet, um mit dem Publikum in den Austausch zu treten.

Feierliche Preisverleihung
Zum Abschluss der Filmtage am Sonntag, den 13. Oktober 2024, wird um 18:30 Uhr im Frauentorkino Ravensburg eine Vorstellung der beiden Kurzfilme „Liebe mit Substanz“ und „Gastrogötter“ stattfinden. Anschließend erfolgt die feierliche Preisverleihung der 4. Filmtage Oberschwaben.

Das vollständige Programm und eine Liste der anwesenden Gäste finden sich ab dem 24. September 2024 auf der offiziellen Filmfest-Website.

Biberacher Filmfestspiele 2024: Axel Milberg, Mina Tander und Nikolai Kinski kommen

Unter neuer künstlerischer Leitung und mit einem komplett neuen Team geht’s Ende Oktober (30. Oktober - 3. November) in die Biberacher Filmfestspiele! Und jetzt gibt’s erste große Namen.

Krimi, Thriller und Fantasien

TV-Star Axel Milberg zeigt nicht nur seinen neuesten Borowski-„Tatort“, er bekommt auch den Ehrenbiber verliehen und liest aus seiner Biografie. Auch aus der Krimi-Fernsehwelt wird Claudia Michelsen ihren neuesten „Polizeiruf 110“ zeigen.

Mina Tander kommt mit der neuen Marc Elsberg-Verfilmung „Helix“ und Nikolai Kinski, Sohn von Klaus Kinski wird mit "Traumnovelle" nach Arthur Schnitzler nach Biberach kommen.

Die Biberacher Filmfestspiele werden mit "Bach – Eine Weihnachtsgeschichte" mit Devid Striesow eröffnet. Natürlich gibt’s auch wieder spannende Dokumentarfilme, extravagante Debutfilme, einen Sack voller kreativer Kurzfilme, darunter auch von Filmemachern aus Biberach und Ulm – und einen komplett KI-generierten Kurzfilm von Marcel Barsotti, eigentlich als Filmmusiker bekannt. Außerhalb des Wettbewerbs läuft aus der Region der Waldsee-Krimi „Kurschatten“ von Elmar Maronn.

Insgesamt werden rund 100 Filmschaffende erwartet - über 50 Filme werden gezeigt.

Film-Party am Samstag - Abschlussgala am Sonntag

Die Eintrittspreise bleiben gleich. Die Abschlussgala ist wieder sonntags in der Stadthalle Biberach, dafür gibt’s am Samstagabend eine große Film-Party im Hotel Kapuzinerhof.

Insgesamt geht das neue Team um den neuen Intendanten Douglas Wolfsperger voll positiver Energie in diesen Neustart des traditionsreichen Filmfestivals, das immerhin in seine 46. Runde geht! Zusammen mit dem gelungenen Filmprogramm lässt das auf eine kreative neue Ära hoffen.

Alles rund um die Biberacher Filmfestspiele und das gesamte Festival-Programm gibt's hier.

Studie in Ulm: Wie kommen Menschen und Roboter miteinander klar?

Die Zukunft wird konkret: In Ulm wird die Interaktion von Menschen und Robotern in der Öffentlichkeit erforscht. Reinigungs- und Lieferroboter sollen in die Gesellschaft integriert werden.

Dazu läuft die sogenannte ZEN-M.R.I.-Studie (Zentrum zur Erforschung und Evaluation der Mensch-Roboter-Interaktion) in der Ulmer Sedelhof-Passage am HBF. An dem Projekt forschen u.A. die Uni Ulm, Adlatus Robotics in Ulm und die Stadt Ulm. Aus Stuttgart sind die Hochschule der Medien und das Fraunhofer-Institut dabei.

Studie in Ulm: Wie kommen Menschen und Roboter miteinander klar?

Bei der „Robos made in Ulm“-Studie könnt ihr übrigens auch noch mitmachen – alle Infos dazu findet ihr hier. Mal schauen, wie das weitergeht – und wann Roboter zum Alltag werden.

DONAU 3 FM-Reporter Louis Schäfer hat sich dazu mit Sigfried Hochdorfer, Mitbegründer von Adlatus Robotics aus Ulm, getroffen.

Das sagen die Anwohner zur umstrittenen Busspur im Neu-Ulmer Vorfeld

Erst vor zwei Jahren ist die neue Wohnanlage am Escheugraben in Neu-Ulm offiziell eingeweiht worden. Die Anlage umfasst 70 Wohnungen, direkt an einer verkehrsberuhigten Zone gelegen. Doch mit der Ruhe dürfte bald Schluss sein, denn die Busspur soll mitten durch das Wohngebiet führen und muss natürlich auch gebaut werden. Bis 2027 soll der gesamte ÖPNV in Neu-Ulm neu gestaltet werden, die Linie von der Innenstadt nach Ludwigsfeld ist dabei eine zentrale Achse. Im Interview erfahrt ihr, was die Anwohner dazu sagen.

Bundesverdienstkreuz für Biberacher "Figaro" Claus Niedermaier

Der Friseur "Figaro" Claus Niedermaier aus Biberach hat mit seiner Initiative "Barber Angels Brotherhood" tausenden Obdachlosen geholfen, indem er ihnen kostenlose Haarschnitte ermöglicht. Für sein Engagement wurde er nun in Berlin mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Barber Angels: Mit Schere und Kamm gegen soziale Ausgrenzung

Die Idee der Barber Angels entstand 2016, als Claus Niedermaier nach einer TV-Dokumentation über Obdachlose beschloss, etwas für die Gesellschaft zu tun. Zusammen mit befreundeten Friseurinnen und Friseuren gründete er den Verein "Barber Angels Brotherhood". Ihr Ziel: Obdachlosen und Bedürftigen mit einem Haarschnitt Selbstwertgefühl und Würde zurückgeben. In schwarzen Shirts und Lederkutten besuchen sie Notunterkünfte und Kältestuben und haben so bereits über 75.000 Menschen in neun Ländern unterstützt.

Ein Haarschnitt mit großer Wirkung

Laut Niedermaier und seinen Mitstreitern hat ein einfacher Haarschnitt oft eine tiefgreifende Wirkung. Menschen, die lange keinen Zugang zu Friseurdienstleistungen hatten, fühlen sich wieder als Teil der Gesellschaft. Der Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoren.

Für seinen herausragenden Einsatz wurde Claus Niedermaier in Berlin von Arbeitsminister Hubertus Heil mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

(Foto v.l.n.r.: Ehefrau Christel Niedermaier, Arbeitsminister Hubertus Heil, "Figaro" Claus Niedermaier und der Biberacher SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes in Berlin.)

Zoff um Blautopf-Sperrung: Das sagt Blaubeurens Bürgermeister!

Der Blautopf in Blaubeuren, eine der beliebtesten Ausflugsziele in ganz Schwaben, ist ganze vier Jahre lang gesperrt. Grund: Das gesamte Areal rund um die Touristen-Attraktion wird saniert und soll dabei nicht nur moderner, sondern auch schöner werden.

Für Blaubeurens Gastronomen ein Problem, für sie sind sinkende Umsätze die Folge, weil weniger Touristen kommen. Die Stadt nimmt diese Sorgen ernst - und will in den nächsten Wochen Lösungen finden.

Also: Wie geht's mit der Sperrung des Blautopfs in Blaubeuren weiter - und warum geht das nicht schneller? Darüber haben wir mit Blaubeurens Bürgermeister Jörg Seibold gesprochen.

"School is cool": Lehrkraft werden in Kirchheim/Teck!

Nicht nur für die Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg ist die Schule wieder losgegangen. Beim Pädagogischen Fachseminar in Kirchheim unter Teck geht’s ab sofort auch für rund 50 angehende Lehrkräfte in die Ausbildung für musisch-technische Fächer.

"School is cool"

Man muss sich das wie eine Umschulung vorstellen, denn die Anwärter und Anwärterinnen haben alle schon einen ersten Bildungsweg hinter sich. Eine Besonderheit im Ländle – die auch ein großes Jubiläum feiert: Das Pädagogische Fachseminar in Kirchheim/Teck gibt es schon seit einhundert Jahren - und die Möglichkeit dort zur Fachlehrkraft zu werden, die gibt's damit auch lange schon vor den Diskussionen um Lehrermangel und Quereinstieg.

Lehrer werden?

Viel Glück und Erfolg also allen angehenden Lehrkräften! Und – Ihr wollt auch umschulen, z.B. von der Buchhändlerin zur Sportlehrerin? Dann findet ihr alle Infos zum Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte in Kirchheim unter Teck hier online: https://www.seminar-kirchheim.de/

Noch bis zum 1. November könnt ihr euch noch fürs kommende Schuljahr beim zuständigen Regierungspräsidium bewerben. Der Zugang zu unserer Ausbildung erfolgt ohne Abitur über eine Zulassungsprüfung. 

Die jetzt rund 50 Neuankömmlinge wurden am Dienstag, den 10. September 2024 im Schloss Kirchheim von Seminarleiterin und -direktorin Ute Recknagel-Saller vereidigt und verbeamtet. Wir haben uns mit ihr über das Fachseminar unterhalten.

Blautopf in Blaubeuren gesperrt: Gastronomen in Sorge

Seit einer Woche ist der berühmte Blautopf in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten gesperrt. Schon jetzt klagen die Gastronomen der Stadt über erhebliche Umsatzeinbußen.

Viele von ihnen sind besorgt, dass die Sperrung langfristig Hunderttausende Touristen fernhalten könnte.

Bürgermeister Seibold bleibt optimistisch

Die Stadt Blaubeuren reagiert auf die Sorgen der Gastronomen mit verschiedenen Überlegungen. Sie plant, den Zugang zum Blautopf so oft wie möglich offen zu halten und überlegt, Führungen auf der Baustelle sowie Tage der offenen Tür anzubieten.

Außerdem denkt die Stadt über eine Aussichtsplattform nach, die den Touristen während der Bauphase einen Blick auf den Blautopf ermöglichen soll. Die Entscheidung über die Plattform soll in der nächsten Gemeinderatssitzung getroffen werden.

Bürgermeister Jörg Seibold betont, dass die Stadt versucht, flexibel auf die Bauarbeiten zu reagieren und die Situation für die Besucher und die lokalen Unternehmen zu verbessern.

Warum ist der Blautopf geschlossen?

Der Blautopf ist wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten geschlossen. Diese Arbeiten sind notwendig, um den abrutschenden Hang und die marode Mauer an der Blau zu sichern und das Areal rund um die Karstquelle zu renovieren.

Die Sanierung soll die Sicherheit des Gebiets gewährleisten und ist für rund vier Jahre geplant, um umfassende Renovierungs- und Umbauarbeiten im Wert von etwa 17 Millionen Euro durchzuführen.

Das sagen die Gastronomen

Wir haben uns mit Andrea Schneider vom "Gasthof Blautopf" und Frank Bader vom "Il Gusto" unterhalten.

(Visualisierung Umgestaltung Blautopf - Bild: WillnerVisualisierung Potsdam)

Ulmer Friedenswochen 2024: Gabriele Krone-Schmalz und ihr Blick auf Russland

Die Eröffnung der Ulmer Friedenswochen 2024 fand am 2. September abends im ausverkauften Stadthaus, also direkt auf dem Ulmer Münsterplatz statt. Rund 300 Menschen lauschten dem Vortrag „Russland – und wie weiter?“ von Gabriele Krone-Schmalz.

Die 74-jährige ehemalige ARD-Moskau-Korrespondentin gilt als Koryphäe ihres Fachs, ist u.A. Grimme-Preisträgerin und wurde mit dem Bundesverdienstkreuz für ihre Arbeit ausgezeichnet.

Kontrovers diskutierte Koryphäe 

In den aktuellen Kriegszeiten werden ihre Aussagen aber auch sehr kontrovers diskutiert. Putin-Versteherin oder -Freundin heißt es dann. Die Ausführungen der Russland-Expertin seien beschönigend und eindimensional. Darüber darf und sollte man trefflich streiten.

Schnell ist aber auch die Rede vom „verengten Meinungskorridor“, vom „Maulkorb“, den auch die Friedensbewegung beklagt. Dabei sind Forderungen nach diplomatischen Lösungen zu Kriegszeiten von einer Friedensbewegung genauso standesgemäß zu erwarten, wie von einer Russland-Expertin die Bemühung ein verzerrtes Russlandbild zu entwirren.

Fragen über Fragen

Wie sieht Gabriele Krone-Schmalz das mit dem „Meinung sagen“? Was sagt die ehemalige ARD-Moskau-Korrespondentin zu "Haltungsjournalismus", wenn eine Zeitung im Vorfeld ihres Auftritts mit „Friedenswochen: Ist es in Kriegszeiten wichtig, viele Meinungen zuzulassen?“ titelt?

Was sagt sie zur Arbeit ihrer Kollegen heute? Und warum zeichnet sie ein Russland-Bild ohne konkreter Kritik an Machthaber Wladimir Putin, wenngleich sie den Ukraine-Krieg ganz klar als Angriffskrieg bezeichnet?

Fragen über Fragen - über die DONAU 3 FM Reporter Paolo Percoco mit ihr gesprochen hat.

Foto © Superbass / CC-BY-SA-4.0