Schwabenreporter

Streaming Tipp: Attraktion Allgäu – Seele des Südens

Streaming Tipp: Attraktion Allgäu – Seele des Südens

Das Allgäu ist voller Naturschätze und Sehenswürdigkeiten. Aber das Beste sind seine Bewohner. Den Beweis dafür liefert die neue Dokumentation „Attraktion Allgäu – Seele des Südens“. DONAU 3 FM Filmreporter Paolo Percoco hat sie sich angeschaut.

Das Allgäu ist die Seele des Südens, so sagt man – und so heißt auch die neue Dokumentation von Christian Stiefenhofer: „Attraktion Allgäu – Seele des Südens“ Das Allgäu ist einer der malerischsten Landstriche Deutschlands. Sanfte Hügel, sattes Grün, braune Kühe und tiefblaue Seen. Seine Bewohner gelten als eigensinnig und verschlossen, aber auch als schlitzohrig und geschäftstüchtig. Das Allgäu ist das Land der „Mächeler“, die mit großem Improvisationstalent ihr „Ding“ durchziehen. Gibt es ein Allgäuer „Lebensgefühl“? Und wie prägt die Landschaft die Mentalität der Menschen? Diesen Fragen geht der Film nach.

In der 90-minütigen Dokumentation treffen wir junge Allgäuer, die kreative Startups auf die Beine stellen, wie zum Beispiel mit der Produktion von Bienenwachstüchern, die Plastikfolie ersetzen. Genauso lernen wir traditionelle Alphirten und Käsehersteller kennen. Der Film zeigt einen Künstler, der mit Mohr arbeitet, einen international renommierten Schmetterlingsforscher und noch so einiges mehr. Ein Allgäu zwischen Güllefass und "think tank" also.

Der neue Film von Christian Stiefenhofer erkundet unser schönes Allgäu mit wunderschönen Bildern und tollen Geschichten. Die Doku ist leichtfüßig erzählt, kommt angenehm flockig daher und bedient sich keinerlei Heimatklischees. Ein wunderbares Filmchen also für einen entspannten Abend, bei dem man auch noch so einiges dazulernen kann.

"Attraktion Allgäu - die Seele des Südens" ist aktuell in der ARD Mediathek zu sehen.

Erfunden in Illertissen: Wachmacher Qinao

Und wieder kommt eine neue Erfindung aus Schwaben auf die Welt: „Qinao“ heißt sie und Annette Steiner-Kienzler hat’s erfunden.

Annette Steiner-Kienzler kommt aus Illertissen, ist Apothekerin und Mitarbeiterin der Illertisser Firma R-Pharm. In der bekannten Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ hat sie „Qinao“ zusammen mit ihren Kolleginnen Nadja Fischer und Maximiliane Staiger als Start-Up vorgestellt.

Ob es einen Deal in der TV-Show gab, wie es mit "Qinao" weitergeht, was es da noch so gibt, und wie die dreifache Mutter überhaupt erst auf die Idee zum neuen Wachmacher gekommen ist - darüber spricht sie mit DONAU 3 FM Reporter Paolo Percoco.

Impf-Wumms für die Hausärzte!

Erst letzte Woche haben sich vielerorts unsere Hausärzte massiv beschwert: Die bestellten Impfstoffe sind teilweise einfach gar nicht gekommen. Und AstraZeneca wollte auch keiner, weil der Stoff hart in die Kritik geraten ist. Vom Verdienst ganz zu schweigen. Jetzt gibt es Veränderungen, beschlossen von ganz oben.

Im Impfchaos um die Hausärzte, die viel zu wenig Impfstoff bekommen haben und deren bestellte Impfmengen teils garnicht angekommen sind, gibt es Neuigkeiten. Das Bundesgesundheitsministerium hat reagiert: Nächste Woche gibt es für unsere Hausärzte schon mal die doppelte Menge Impfstoff, also bis zu 48 Dosen fest, und davon überhaupt kein AstraZeneca mehr, sondern ausschließlich und nur noch BionTech. Das berichtet aktuell die Kassenärztliche Bundesvereinigung.

Wenn bald, neben den Impfzentren und den Hausärzten auch noch die Betriebsärzte ins Boot geholt werden, dann könnten locker bis zu zwei Millionen Menschen pro Tag geimpft werden. Das sagt Achim Behr, Facharzt für Allgemeinmedizin in Blaustein. Er ist einer von über 600 Ärztinnen und Ärzten der Kreisärzteschaft im Alb-Donau-Kreis. DONAU 3 FM Reporter Paolo Percoco hat sich mit ihm darüber unterhalten.

Corona-Verstorbene: multireligiöse Gedenkfeier in Ulm

Millionen Opfer weltweit, zehntausende in Deutschland. Zahlreiche Städte haben am Sonntag der Corona-Toten gedacht, so auch Ulm. Und 71 weiße Kerzen sind als Symbol für die Corona-Toten allein in Ulm aufgestellt worden. Am Nachmittag hat auf dem Weinhof eine multireligiöse Veranstaltung zum Gedenken an die Verstorbenen stattgefunden.

Um 17 Uhr haben zu Beginn einer multireligiösen Veranstaltung zum Gedenken an die Verstorbenen der Pandemie alle Ulmer Kirchenglocken geläutet. Dann hat Oberbürgermeister Gunter Czisch eine Rede gehalten. Rabbiner Shneur Trebnik, Imam Bilal Ince und Dekan Ulrich Kloos, die drei Sprecher des Ulmer Rates der Religionen, haben anschließend Gebete gesprochen.

OB Czisch hat den Trauernden Mut zugesprochen, sie seien nicht allein. Er hat allen Menschen gedankt, die gegen die Pandemie kämpfen. Und auch Fehler in der Corona-Strategie hat er eingeräumt. Gerade jetzt sei es aber weiterhin Zeit für Vertrauen und Zusammenhalt. Davon haben auch die drei Sprecher des Ulmer Rates der Religionen gesprochen. Rabbiner Shneur Trebnik hat einen Vergleich angestellt. Imam Bilal Ince hat für ein Ende der schweren Zeit gebeten. Und Dekan Ulrich Kloos hat von Hoffnung gesprochen.

Hausärzte verärgert: Corona-Impfung läuft schlecht

Der Kampf gegen die Pandemie läuft. Die Impfungen laufen zwar sehr schleppend, aber sie laufen wenigstens. Jetzt dürfen auch die Hausärzte mitimpfen. Aber wie läuft‘s denn da? Und was bekommt ein Hausarzt eigentlich fürs Impfen? Und wieviel verdient ein Arzt im Impfzentrum?

In der Kreisärzteschaft sind ca. 630 Ärztinnen und Ärzten im Alb-Donau-Kreis vertreten. Achim Behr, Facharzt für Allgemeinmedizin in Blaustein, ist einer davon. Er bekommt für eine Corona-Impfung 20 Euro. Ein Arzt im Impfzentrum verdient 130 Euro pro Stunde.

Ihn ärgern aber nicht die ungleichen Kosten, sondern das die Impfungen bei den Hausärzten nicht gut laufen: Bestellte Dosen kommen nicht an, es kann nicht sauber geplant werden. Für ihn müssen feste Impfstoff-Mengen her, er will seine Patienten nicht wieder heimschicken müssen. 

DONAU 3 FM Reporter Paolo Percoco hat sich mit Facharzt Achim Behr darüber unterhalten.

Homevideo Tipp: Music

Das Spielfilmdebüt „Music“ von Weltstar Sia gibt’s jetzt für zu Hause. DONAU 3 FM Filmreporter Paolo Percoco hat sich den Streifen für Sie angeschaut.

In ihrem Regiedebüt „Music“ entführt uns Weltstar Sia in die ganz besondere Welt der gleichnamigen Hauptfigur. Music ist ein etwa 18-jähriges, autistisches Mädchen, von ihrer Großmutter behütet aufgewachsen, liebevoll unterstützt von der Nachbarschaft. Plötzlich stirbt die Oma – und Musics‘ Schwester Zu muss sich um sie kümmern.

Zu war bisher eigentlich nie da, hat mit Drogenproblemen zu kämpfen, und kommt mit Music erstmal überhaupt nicht klar. Die braucht feste Abläufe und Strukturen, um in der Welt klarzukommen. Zum Beispiel werden ihr sonst jeden Morgen von Oma die Haare geflochten. Allein das muss die chaotische Zu erstmal auf die Reihe kriegen. Als dann der großherzige Nachbar Ebo zu dem ungleichen Schwesternpaar stößt, kommen sich nicht nur Zu und Music näher. Soviel zur Story.

Die Geschichte wird immer wieder von Musik- und Tanzeinlagen unterstützt, die die Welt der Music so zeigen sollen, wie sie diese sieht: Poppig, bunt und trotzdem fast geometrisch strukturiert. Der Film zieht sich anfangs leicht. Gegen Ende entfaltet er sich dann aber vollends und lässt auch die ein oder andere Träne übers Gesicht laufen. In die Kritik geraten ist das Werk, weil die Hauptfigur zum Einen etwas übertrieben autistisch dargestellt sein soll, und zum Anderen nicht von einer Autistin selbst gespielt wird, sondern von der Tänzerin Maddie Ziegler. Die macht aber einen wirklich guten Job, wie ich finde.

„Music“ ist nicht der neue „Rain Man“, aber ein Film, den man gesehen haben sollte. Er ist rührend, außergewöhnlich und farbenfroh. Dazu war er für gleich zwei Golden Globes nominiert. „Music“ gibt es jetzt auf DVD und BluRay, außerdem kann er u.A. bei Amazon Prime oder über den Sky Store gestreamt werden.

Krankenhaussterben: Helfensteinklinik soll geschlossen werden

Im Jahr 2020 sind bundesweit 20 Krankenhäuser ganz oder teilweise geschlossen worden. Trotz Corona. Protestiert wird aktuell in Geislingen. Da soll die Helfensteinklinik dicht gemacht werden.

DONAU 3 FM Reporter Paolo Percoco hat sich schlau gemacht und mit DONAU 3 FM Moderatorin Saskia Ochner über das Krankenhaussterben in der Region gesprochen. Darunter fällt nicht nur die Helfensteinklinik.

Die "Roxy Horror Suchti Show" kommt!

Vor genau 10 Jahren haben die Proben für die „Rocky Horror Show“ am Theater Ulm angefangen. Und genau da haben sich die Musikerin Ariane Müller und die Sängerin Julia Gámez Martín kennengelernt. Kurze Zeit später haben die beiden das Musik-Comedy-Duo „Suchtpotenzial“ gegründet – und die Zwei-Frau-Band räumt seither einen Preis nach dem anderen ab!

Die beiden feiern ihr 10-Jähriges mit einem ganz besonderen Stream am 18.4.2021 live auf ihrem YouTube Kanal. Mit der Unterstützung der „Müller Sisters“ wollen sie alle Songs der „Rocky Horror Show“ im Ulmer Roxy spielen. Das ganze heißt dann passend: "Roxy Horror Suchti Show"! Virtueller Eintritt wie immer via Paypal an: suchtpotenzial.music@gmail.com

DONAU 3 FM Reporter Paolo Percoco hat vorab mit Ariane Müller darüber gesprochen.

Kinderbuchtipp: Fynn & Ally - Die große Reise

Sie erinnern sich vielleicht: An Weihnachten vor zwei Jahren ist das Kinderbuch „Fynn & Ally“ erschienen. Jetzt ist die Fortsetzung da. DONAU 3 FM Reporter Paolo Percoco weiß mehr.

Zwei Jahre ist es schon her, dass das Kinder- und Jugendbuch „Fynn & Ally“, geschrieben von Michael Kneer aus Ochsenhausen, erschienen ist. Band 1 handelt von Kobold Fynns Weg ins Leben. Dabei trifft er auf seine bald beste Freundin Ally – und die beiden erleben ihr erstes großes Kobold-Abenteuer. Rund 2000 Exemplare sind mittlerweile verkauft worden. Jetzt hat der Autor Teil 2 geschrieben und veröffentlicht.

Worum geht’s diesmal? Seit Jahrhunderten ist es die Aufgabe der Kobolde, das Leben der Tiere zu schützen und die Erde vor der Zerstörung zu bewahren, das wissen wir schon aus Teil 1. Diesmal sind aber die kleinen Kobolde selbst in Gefahr. Fynn und Ally landen über Umwege auf einem Frachtschiff auf dem Weg nach Kalkutta. Sie sollen die Tochter des Königs nach China bringen und dabei vor einem Verräter beschützen. Der will nämlich ganz schlimme Sachen machen: nämlich einen Krieg gegen die Menschen anzetteln. Das gilt es natürlich zu vereiteln. Und so reisen wir mit den Kobolden übers Meer, erleben tolle Abenteuer – und retten vielleicht sogar eine Prinzessin.

„Fynn & Ally“ sind ganz wunderbare Koboldabenteuer über die echte Freundschaft. Und zeitgemäß kommen auch Umwelt- und Tierschutz nicht zu kurz. Beide Bücher sind ideal zum Vorlesen und auch zum Selberlesen, denn junggebliebene Erwachsene werden genauso ihre Freude an Michael Kneers Fantasiewelten haben, wie Kinder und Jugendliche.

„Fynn & Ally – Band 2 – die große Reise“ gibt es jetzt im Buchhandel.

Motoren heulen, Reifen quietschen: Das sagt die Tuner-Szene!

Die Tuner, bzw. Poser-Szene „rauscht“ gerade durch die Schlagzeilen. Autofans feiern in Ulm und Umgebung, lassen die Reifen quietschen, rasen wild durch die Stadt…

Erst am letzten Wochenende sind deshalb alle möglichen Parkplätze und Treffpunkte gesperrt worden. Jetzt meldet sich die Tuner-Szene zu Wort. Die pocht auf die Unterschiede zwischen Posern und Tunern. 

DONAU 3 FM Moderator Marcus Oesterle hat mit Daniel aus Ulm gesprochen, er gehört der Tuner-Szene an.